Aus unserer Wissenschaftsredaktion und eigener Erfahrung
Sommerzeit ist Reisezeit und viele verbringen sie mit Freund:innen: im Ferienhaus, auf einem Roadtrip oder bei Ausflügen. Für Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten kann das jedoch schnell stressig werden. Fremde Küchen, Gruppendynamiken und eingeschränkte Kontrolle über das Essen erfordern gute Vorbereitung. Mit ein paar Strategien gelingt entspanntes Reisen dennoch problemlos.
Inhaltsverzeichnis
Toggle1. Frühzeitig und klar kommunizieren
Je eher Sie Ihre Intoleranz ansprechen, desto einfacher wird es für alle Beteiligten. Scheuen Sie sich nicht, schon bei der Planung mitzuteilen, worauf Sie achten müssen. So vermeiden Sie Missverständnisse und schaffen Raum für Rücksichtnahme. Wer von Anfang an Bescheid weiß, kann besser mitdenken.
2. Eigene Basics mitnehmen
Ein kleines Set an verträglichen Lebensmitteln – z. B. Brot, Cracker, Pflanzenmilch, Frühstücksbrei oder Tee – gibt Ihnen Sicherheit. In Ferienwohnungen oder beim Zelten sind solche Vorräte Gold wert. Auch für unterwegs oder bei unklarer Versorgungslage kann ein mitgebrachter Snack oder eine Notfallration den Unterschied machen.
3. Selbst aktiv werden und mitkochen
Warum nicht selbst den Kochlöffel schwingen? Wenn Sie ein verträgliches Gericht für alle zubereiten, zeigen Sie, dass Ihre Ernährung lecker und alltagstauglich ist. Oft entsteht gerade beim gemeinsamen Kochen ein besonderer Moment der Verbundenheit, ganz ohne Fokus auf Einschränkungen.
4. Restaurants vorab recherchieren
Recherchieren Sie vor der Reise, welche Restaurants geeignet sind. Viele Lokale bieten mittlerweile allergenfreundliche Optionen oder reagieren verständnisvoll auf spezielle Wünsche. Fragen Sie ruhig nach, idealerweise telefonisch oder per E-Mail im Vorfeld. Und falls es vor Ort doch schwierig wird: Ein Snack in der Tasche verhindert, dass Sie hungrig zusehen müssen.
5. Gelassen mit gut gemeinten Ratschlägen umgehen
Sätze wie „Das ist bestimmt kein Problem für dich“ sind meist nett gemeint, treffen aber nicht immer zu. Bleiben Sie gelassen, aber klar. Sie müssen sich nicht rechtfertigen, sondern dürfen freundlich erklären, dass Sie lieber selbst entscheiden, was für Sie passt.
6. Austausch ermöglichen – wenn gewünscht
Vielleicht interessieren sich einige Freund:innen für Ihre Ernährung oder Ihre Routinen. Wenn Sie offen erzählen, ohne zu belehren, entsteht oft ein echtes Gespräch. So fördern Sie Verständnis und geben Impulse, ohne zu missionieren.
7. Zeit für sich einplanen
Gemeinsamer Urlaub bedeutet auch: viel Nähe, wenig Rückzug. Planen Sie bewusste Auszeiten ein, besonders wenn Sie merken, dass Ihre Energie nachlässt. Ein kurzer Spaziergang, ein Buch oder eine kleine Ruhepause können Wunder wirken.
Fazit
Urlaub mit Freund:innen kann auch mit Intoleranz bereichernd und entspannt sein. Der Schlüssel liegt in ehrlicher Kommunikation, klarer Eigenverantwortung und der Bereitschaft, den Moment zu genießen – auf die eigene Weise. Denn echte Freundschaft braucht keinen gemeinsamen Speiseplan, sondern gegenseitigen Respekt und Offenheit.